Archiv der Kategorie: Artenschutz

Die Letzten ihrer Art? – Auf den Spuren von Douglas Adams Teil III

Berggorilla
Berg­go­ril­la. Foto: Dave Prof­fer, CC BY 2.0

Wei­ter geht’s auf den Spu­ren von Dou­glas Adams und Mark Car­war­di­ne zu den Letz­ten ihrer Art. Dies­mal geht es zu den

Berg­go­ril­las
(Goril­la beringei beringei)

der Virun­ga-Vul­ka­ne im Her­zen Afrikas.

Im August des Jah­res 1902 brach der deut­sche Haupt­mann Fried­rich Robert von Beringe zu einer mehr­mo­na­ti­gen Inspek­ti­ons­rei­se an die Nord­west­gren­ze des dama­li­gen Deutsch-Ost­afri­ka auf, um eini­ge ver­streu­te deut­sche Pos­ten in der Regi­on zu besu­chen, die Bezie­hun­gen zu den orts­an­säs­si­gen Stam­mes­häupt­lin­gen zu fes­ti­gen und gegen­über den Bri­ten im angren­zen­den Ugan­da Prä­senz zu zei­gen. Der Weg führ­te die klei­ne Expe­di­ti­on vom heu­ti­gen Bujum­bu­ra am Nord­ufer des Tan­gan­ji­ka­sees aus nach Nor­den, am Kivu­see vor­bei bis an den Fuß der Virun­ga-Vul­ka­ne im heu­ti­gen Ruan­da. Mit­te Okto­ber war die Grup­pe am Fuß des erlo­sche­nen Vul­kans Sabi­n­yo ange­kom­men, des­sen Gip­fel heu­te genau auf dem Drei­län­der­eck Ruan­da, DR Kon­go und Ugan­da liegt. Weil der Berg nun ein­mal da war, beschloss man, ihn zu bestei­gen: Die Letz­ten ihrer Art? – Auf den Spu­ren von Dou­glas Adams Teil III wei­ter­le­sen

Die Letzten ihrer Art? – Auf den Spuren von Douglas Adams Teil II

Komodowaran
Foto: charles­js­harp, CC BY-SA 4.0

Wei­ter geht es auf den Spu­ren von Dou­glas Adams und Mark Car­war­di­ne zu „den Letz­ten ihrer Art“. Ihr nächs­tes Rei­se­ziel war die Insel Komo­do in Indo­ne­si­en, zwi­schen Sum­ba­wa und Flo­res gele­gen, Hei­mat des

Komo­do­warans
(Vara­nus komo­do­en­sis).

Es ist unmög­lich, eine Geschich­te über den Komo­do­wa­ran zu schrei­ben, ohne zu erwäh­nen, dass die­ser das leben­de Vor­bild des feu­er­spei­en­den Dra­chen der chi­ne­si­schen Mytho­lo­gie sei, was hier­mit gesche­hen ist. Aber obwohl es durch­aus mög­lich ist, dass chi­ne­si­sche Händ­ler auf ihren Fahr­ten in die indo­ne­si­sche Insel­welt schon vor lan­ger Zeit vom Komo­do­wa­ran erfah­ren haben, glau­be ich nicht, dass sie für ihre Mytho­lo­gie eines sol­chen rea­len Vor­bil­des bedurft hät­ten. Dra­chen gab es schliess­lich über­all: in Baby­lon, im Alten Tes­ta­ment und bei den Wikin­gern. Sei’s drum!

Die Letz­ten ihrer Art? – Auf den Spu­ren von Dou­glas Adams Teil II wei­ter­le­sen

Die Letzten ihrer Art? – Auf den Spuren von Douglas Adams, Teil I

Fingertier
Fin­ger­tier. Foto: nomis-simon. CC-BY 2.0

Gera­de lese ich erneut „Die Letz­ten ihrer Art“ von Dou­glas Adams und Mark Car­war­di­ne. Der bekann­te Sci­ence-Fic­tion-Autor hat­te Ende der 1980er Jah­re zusam­men mit dem Zoo­lo­gen eine Rei­se um die Welt zu sol­chen Tier­ar­ten unter­nom­men, von denen Exper­ten glaub­ten, dass sie womög­lich in abseh­ba­rer Zeit aus­ster­ben könn­ten, und sei­ne Erleb­nis­se im typi­schen Adams-Stil auf­ge­schrie­ben. Das Buch ist auch 25 Jah­re spä­ter das mit Abstand lus­tigs­te Buch, das je zu die­sem depri­mie­ren­den The­ma geschrie­ben wur­de, und jeder, der es noch nicht gele­sen hat, soll­te es noch tun.

Die Letz­ten ihrer Art? – Auf den Spu­ren von Dou­glas Adams, Teil I wei­ter­le­sen

Elefanten, Schmuggel, Krieg

Elefantenherde
Ele­fan­ten­her­de im Boma-Jon­glei-Gebiet, Süd­su­dan, 2011. USAID Public Bureau, Public Domain.

O.k., das kam jetzt etwas hef­tig. Eigent­lich woll­te ich nach mei­nem, zuge­ge­ben recht depri­mie­ren­den, ers­ten Blog-Post über das Suma­tra­nas­horn über ande­re Din­ge schrei­ben, über die unglaub­li­che Viel­falt an Lebe­we­sen auf die­sem Pla­ne­ten zum Bei­spiel, ihre öko­lo­gi­schen Bezie­hun­gen, ihre Ent­de­ckungs­ge­schich­te, unse­re Ver­su­che, die­se Viel­falt zu erfas­sen ohne den Über­blick zu ver­lie­ren, u.s.w.u.s.f. Aber dann das: Erst die­ser Über­sichts­ar­ti­kel in Sci­ence Advan­ce (Ripp­le et al., 2015), der den Sta­tus, die Gefähr­dungs­ur­sa­chen und die öko­lo­gi­schen Funk­tio­nen der gros­sen Pflan­zen­fres­ser der Erde in sehr über­sicht­li­cher Form zusam­men­fasst, und der so neben­bei auch den kata­stro­pha­len Rück­gang der Afri­ka­ni­schen Ele­fan­ten the­ma­ti­siert. Dann die­ser beklem­men­de Bericht von Peter Can­by zu den Hin­ter­grün­den der Elfen­bein­wil­de­rei in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik (ZAR), und schliess­lich mel­det Spie­gel Online einen dra­ma­ti­schen Anstieg der Elfen­bein­wil­de­rei in Tan­sa­nia. (Mit den neu­es­ten Zah­len zur Nas­horn­wil­de­rei will ich erst gar nicht anfan­gen…) Also wer­de ich noch ein­mal etwas Trüb­sal bla­sen und ver­su­chen, mir den Frust vom Leib zu schreiben…

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Keine Zukunft für das Sumatranashorn?

 

Sumatranashorn, William Bell, 1793, Gemeinfrei.
Das ers­te der Wis­sen­schaft bekannt­ge­wor­de­ne Suma­tra­nas­horn, Wil­liam Bell, 1793.

Für die Zukunft des Suma­tra­nas­horns (Diceror­hi­nus suma­t­ren­sis) sieht es wohl düs­te­rer aus, als die meis­ten ahnen. Wie John R. Platt kürz­lich berich­te­te, geht das Umwelt­mi­nis­te­ri­um des malay­si­schen Staa­tes Sabah auf der Insel Bor­neo davon aus, dass auf sei­nem Gebiet nur noch drei (!) Exem­pla­re übrig­ge­blie­ben sind. Und die befin­den sich, viel­leicht zu ihrem Glück, in mensch­li­cher Obhut.

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